Steinkreise in Trątkownica – Eine Spur der Goten in Kaschubien

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In der Nähe des kaschubischen Dorfes Trątkownica, in der Gemeinde Somonino, befindet sich ein mysteriöser Friedhof, der als "Steinerne Hochzeit" bezeichnet wird. Diese prähistorische Stätte, die eine Fläche von 0,75 Hektar umfasst, ist ein Überrest des gotischen Stammes, der um das 1. Jahrhundert n. Chr. aus Skandinavien nach Pommern kam und neue Bestattungsformen mitbrachte – Steinhügel, die von Felsblöcken umgeben waren, und monumentale Steinkreise.

Der Friedhof besteht aus zwei Kreisen, fünf großen Hügeln und über sechzig flachen Gräbern, die von Archäologen noch immer untersucht werden. Die Steinkreise dienten nicht nur als Grabstätten, sondern auch als Versammlungsplätze für Älteste und Gerichte. Die häufigsten Bestattungen sind Skelettgräber mit nach Norden ausgerichteten Köpfen. Viele von ihnen wurden ausgeraubt, aber die Archäologen fanden zahlreiche bronzene Gewandspangen – Fibeln.

Der Ort ist von einer Legende um einen verzauberten Hochzeitszug umgeben. Verspätete Hochzeitsgäste, die zur Gaststätte in Trątkownica unterwegs waren, sollen von ungeduldigen Köchinnen mit den Worten verflucht worden sein: "Mögest du alle zu Stein werden!" Der Name "Steinerne Hochzeit" stammt von dieser Geschichte.

Der Friedhof in Trątkownica ist ein wichtiges archäologisches Denkmal und ein Zeugnis der Anwesenheit der Goten in Pommern.

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