Schlossmühle in Stolp
Die Schlossmühle ist eines der ältesten Beispiele industrieller Architektur in Polen. Sie wurde um 1310 im linksseitigen Słupsk auf einem Grundstück errichtet, das dem Fürsten gehörte, noch vor dem Bau der Burg. Die Mühle wurde von einem Wasserrad angetrieben, das in einem Kanal installiert war, der vom Fluss Słupia abgeleitet wurde. Das große Volumen des Gebäudes und die kleinen, schmalen Fenster in den unteren Teilen der gotischen Mauern deuten darauf hin, dass es auch als Kornspeicher diente. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, während der Erweiterung des Fürstenschlosses, wurden wesentliche Veränderungen am Aussehen der Mühle vorgenommen. Die gotischen Kornspeicherfenster wurden zugemauert und alle Wände neu verblendet, um dem Gebäude ein Renaissance-Aussehen zu verleihen. Die Nordfassade wurde mit Arkaden verziert, die auf flachen Pilastern ruhten, und in der mittleren Arkade entstand ein breites Portal. Weitere Umbauten fanden im 19. und 20. Jahrhundert statt. Um 1880 wurde eine neue Fachwerkwand an der Ostseite errichtet, ein Anbau hinzugefügt und Trennwände im Inneren des Gebäudes errichtet, als der westliche Teil der Mühle in ein Invalidenhaus umgewandelt wurde. Nach 1925 wurde das Wasserrad durch eine Turbine ersetzt, die in einem separaten Gebäude neben der Mühle untergebracht war. Im Jahr 1965 wurde die Schlossmühle vom Museum Mittelpommerns übernommen und wurde Sitz der ethnografischen Abteilung des Museums.
