Schloss Kłanino – Geschichte und Sehenswürdigkeiten
Das im 17. Jahrhundert erbaute Schloss Kłanino ist eines der Juwelen Pommerns und vereint reiche Geschichte mit außergewöhnlichen architektonischen Werten. Im Laufe der Jahrhunderte gehörte das Anwesen bekannten Familien, darunter den Kłanickis, Klińskis, Janowskis, Ustarbowskis und ab 1838 der Familie von Grass.
Das Schloss zeichnet sich durch seinen eklektischen Stil aus, der auf Umbauten Ende des 19. Jahrhunderts und in den 1930er Jahren zurückzuführen ist. Das in Form eines „F“ angelegte Gebäude ist durch eine neoklassizistische Fassade, eine zweigeschossige Konstruktion und einen gegliederten Baukörper gekennzeichnet. Die Ostfassade verfügt über eine Terrasse, und vor dem Krieg hatte das Schloss zwei Türme, von denen einer erhalten geblieben ist.
Die größte Attraktion ist die restaurierte Danziger Halle aus der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert, die mit gewundenen Treppen und einem barocken Schrank geschmückt ist. Das Treppenhaus, das aus einem Bürgerhaus in Danzig übertragen wurde, ist mit Delfter Kacheln verziert, die auch den Kamin und die Treppe zum Keller schmücken. In der Halle befinden sich im Dachgeschoss entdeckte Buntglasfenster aus dem 19. Jahrhundert.
Im westlichen Teil der Residenz befindet sich ein Bankettsaal mit dekorativen Stuckarbeiten, die von André Lambert entworfen wurden. Die stilvollen Innenräume der Zimmer beziehen sich auf den historischen Charakter des Gebäudes.
Das Schloss ist von einem malerischen 2 Hektar großen Landschaftspark umgeben, mit Naturdenkmälern und seltenen Baumarten wie Ginkgo biloba und Zypressen. Die Lindenallee, die zur Pforte aus dem 19. Jahrhundert führt, erinnert an die Familie von Grass, die das Anwesen entwickelte, indem sie Gärten, eine Ziegelei und eine Brennerei anlegte.
Nach dem Krieg diente das Schloss unter anderem als Landwirtschaftsschule und Internat. Nach der Restaurierung lädt es heute Liebhaber von Geschichte und Architektur ein.
