Palast in Ulina
Neoklassizistischer Palast, errichtet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Initiative von Edmund Vogel, dem Besitzer einer nahegelegenen Glashütte. Im Jahr 1924 wurde das Anwesen im Auftrag der damaligen Besitzer, der Familie Lietzau, erweitert und erhielt eine moderne Form und eine Fassade in Pastellfarben. Es entstand ein zweistöckiger Palast, der ursprünglich auf einem rechteckigen Grundriss errichtet wurde und mit einem hohen Mansarddach mit zahlreichen Gauben und Augenbrauenfenstern bedeckt war. Die Proportionen des Hauptgebäudes werden durch asymmetrische Anbauten, Veranden, Flügel und einen extremen Risalit aufgelockert und verleihen dem Ganzen ein harmonisches Erscheinungsbild. Umgeben von einem Park steht der Palast mitten im Grünen und ist durch einen Zaun vom Rest der Welt getrennt. Die Geschichte des Palastes reicht tief in die Vergangenheit zurück, bis ins Jahr 1437, als Ulinia als landwirtschaftliche Siedlung erwähnt wird. Nach etwa zwei Jahrhunderten gehörte dieses Land der Familie von Krokow aus der Linie Osieki. Im Jahr 1804 wurde das Anwesen vom Kammerherrn Franz von Somnitz erworben, doch später wechselten die Besitzer oft. Im Jahr 1865 wurde Edmund Vogel neuer Besitzer, der die Geschichte des Palastes begann, der später in die Hände der Familie Lietzau überging. Im Jahr 1928 wurden 158 Hektar Land aufgeteilt und in zehn separate Höfe unterteilt.
