Mühlentor in Stolp

denkmaler

Das Mühlentor ist ein wertvolles Beispiel gotischer Wehrarchitektur und bildet einen integralen Bestandteil des mittelalterlichen Befestigungssystems von Słupsk. Der Name des Tors stammt von seiner Nähe zu einer Wassermühle. Es ist eines von zwei erhaltenen Stadttoren, die einst den Zugang zur Stadt schützten. Ursprünglich hatten sowohl das Mühlentor als auch das Holsteintor eine svhnliche Struktur, mit dekorativen Giebeln und Spitzbögen. Der Bau der steinernen Befestigungen um Słupsk begann nach 1325, wobei die Mauern eine Höhe von 6,5 Metern erreichten und die Stadt umschlossen. Das Mühlentor, das zwischen 1325 und 1329 errichtet wurde, hatte zunächst einen unteren Teil aus Ziegeln und eine hölzerne Aufstockung. Zwischen 1365 und 1370 wurde das Tor erhöht und zur Stadtseite hin offen gelassen, und in der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde eine westliche Fassade hinzugefügt, die das Bauwerk schloss, wobei der Durchgang offen blieb. Im 18. und 19. Jahrhundert, als die Verteidigungsbedürfnisse nachließen, erhielten die mittelalterlichen Befestigungen andere Funktionen, und viele wurden zerstört. Das Mühlentor überlebte als Zeugnis der einstigen Wehrmacht der Stadt. Interessanterweise ist der älteste Teil des heutigen Museumskomplexes ein kleiner Verbindungsgang zwischen dem Mühlentor und dem Herrenhaus, der gleichzeitig der höchste erhaltene Teil der Stadtmauer ist.

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