Kirche in Lubowidz
Das wichtigste Wahrzeichen dieses charmanten Dorfes ist seine Kirche, die am 24. November 1909 geweiht wurde. Am Himmelfahrtstag, dem 28. Mai 1908, beschloss der Gemeinderat, den lang ersehnten Traum der Bewohner von Lubowidz zu erfüllen und eine Kirche zu bauen. Die Gemeinde stellte dafür 4000 Mark aus ihren Mitteln zur Verfügung, und weitere 5000 Mark wurden aus den Quellen der Provinzialsynode erhalten. Diese Mittel reichten jedoch nicht aus, um die Gesamtbaukosten zu decken. Es sei erwähnt, dass weitere finanzielle Unterstützung von der Gustav-Adolf-Stiftung und von den Bewohnern selbst kam, die Spendenaktionen organisierten, geleitet vom bekannten Metzger Herrn Schwichtenberg und Lehrer Herrn Lawrenz. Es wurden 600 Mark gesammelt, die für den sogenannten Glockenfonds verwendet wurden. Der Grundstein für den Bau des Tempels wurde am ersten Tag des Osterfestes 1908 gelegt. Die Kirche selbst, obwohl einfach in der Form und bescheiden in der Architektur, wurde sehr durchdacht sowohl in die Dorflandschaft als auch in das Leben integriert. Der Bauleiter war Herr Fromm - der Bezirksinspektor, und die Bauleitung erfolgte durch den Architekten Herrn Wagner, während die Bauausführung von den bekannten Handwerkern Herrn Knaack und Herrn Behnke übernommen wurde. An der Einweihungsfeier nahmen unter anderem der General-Superintendent D. Buchsel, der Konsistorialpräsident Herr Gotzner, der Kreisrat Dr. Kutscher und die Grafen von Janowo und Godentowo teil.
