Kirche des hl. Stanislaus Cisowo
Die Geschichte der Kirche im ehemaligen Zizow ist wenig bekannt. Nach den Angaben des Provinzialkonservators L. Böttger stand die Kirche seit 1321 unter der Patenschaft der Stadt Darłowo. Zuvor lag die Obhut der Kirche bei den lokalen Feudalherren Peter und Jasco von Neuenburg sowie bei der Pfarrkirche in Darłowo. Um 1370 war Jakobus Keykow Pfarrer der Kirche in Cisow. Das Dorf wurde erst 1378 von Weno und Borante von Rügenwolde sowie Heinrich Döring und seiner Frau an die Stadt verkauft.
Die Kirche wurde im gotischen Stil errichtet, auf einem breiten rechteckigen Grundriss, mit einem dreiseitig geschlossenen Chor. An das Kirchenschiff schließt sich eine rechteckige Sakristei aus dem 15. Jahrhundert sowie eine Kapelle an, die vermutlich 1900 erbaut wurde. Ein markantes Merkmal der Kirche ist der außergewöhnlich massive, hohe Turm, der, so sagt man, als Orientierungsmarke für Seefahrer auf dem Meer diente. Der Turm ist mit einer Wetterfahne in Form eines Hahns, einer Kugel und eines Kreuzes gekrönt.
Im Inneren der Kirche befinden sich unter anderem ein steinerner Taufstein aus dem 14. Jahrhundert, ein barocker dreigeschossiger Hauptaltar, eine an der Wand montierte Kanzel mit Baldachin, eine Renaissance-Orgelempore sowie Marmortafeln von Jochanes Schlutius und Barbara Scheinnanin aus dem Jahr 1793. Zudem gibt es Orgeln aus dem Jahr 1862 und neorenaissancehafte Bänke.
