Kashubische Töpferwerkstatt der Familie Necel
Die Töpferwerkstatt Necel in Chmielno ist ein Ort mit über hundertjähriger Tradition, geführt von zehn Generationen der Familie Necel, die den kaschubischen Mustern und Töpfertechniken treu geblieben sind. Die Anfänge der Werkstatt reichen bis ins Jahr 1897 zurück, als Franciszek Necel, ein Vertreter der siebten Generation von Töpfern, sich in diesem malerischen Dorf an drei Seen niederließ. Kurz nach seiner Ankunft begann er, bei lokalen Meistern zu lernen, und eröffnete später seine eigene Werkstatt, in der er traditionelle kaschubische Keramik herstellte. Von Anfang an zeichnete sich die Necel-Keramik durch sieben Muster aus, darunter das Flieder-Motiv, die kaschubische Lilie und Fischschuppen, die eine Hommage an die kaschubische Natur darstellen. In den 1930er Jahren erlangte Franciszeks Werkstatt Berühmtheit als Zentrum der Volkskunst und zog Künstler, Ethnographen und Persönlichkeiten an, darunter den polnischen Präsidenten Stanisław Wojciechowski. Teodora und Izydor Gulgowski, die Gründer des Freilichtmuseums in Wdzydze Kiszewskie, trugen ebenfalls zur Entwicklung und Popularisierung der Keramik bei und inspirierten die Familie Necel, ihr Sortiment um dekorative Keramik zu erweitern. Heute setzt die Töpferwerkstatt Necel ihre Tätigkeit fort und bietet Besichtigungen der Werkstatt, Einblicke in die Geschichte sowie den Kauf traditioneller kaschubischer Erzeugnisse an. Nach wie vor von Hand geformt und verziert, beeindrucken sie mit ihrer Authentizität und Schönheit und bewahren das Erbe kaschubischen Handwerks.
