Jakobskirche in Lauenburg
Die St.-Jakobs-Kirche ist das kostbarste Denkmal von Lębork. Der Bau der Pfarrkirche, die sich in der nordöstlichen Ecke des ehemaligen Marktplatzes befindet, begann vor 1345 und wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts abgeschlossen. Während der Reformation übernahmen die Protestanten Pommern und übernahmen auch die Kontrolle über die Kirche. Nach hundert Jahren, als Lębork wieder unter polnische Herrschaft kam, gelang es den Katholiken im Jahr 1638, die Kirche zurückzugewinnen. Leider brannten die Schweden im Jahr 1657 die Kirche vollständig nieder. Der Wiederaufbau dauerte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten der Stadt. Während dieser Zeit wurden die Gottesdienste im erhaltenen Presbyterium nach dem Brand abgehalten. Von 1907 bis 1910 wurde eine kostspielige Renovierung des Denkmals durchgeführt, und die Gewölbe über den Seitenschiffen wurden rekonstruiert. Seit 1945 sind die Franziskaner die Hüter der Kirche. Trotz zahlreicher Renovierungen hat die Kirche ihren gotischen Charakter bewahrt. Es handelt sich um eine orientierte, dreischiffige Hallenkirche (wo die Schiffe die gleiche Höhe haben) mit einem Korpus aus drei Jochen. Auf der westlichen Seite des massiven Korpus erhebt sich ein Turm mit einem Giebeldach und neugotischen Treppengiebeln. Ein ähnlicher stilistischer Giebel schmückt auch das prominent vorspringende Presbyterium. Originale Gewölbe sind nur über dem Presbyterium (sternförmig) und in der Sakristei (kristallin) erhalten geblieben, während die Gewölbe über den Seitenschiffen "nur" hundert Jahre alt sind. Erwähnenswert ist auch das reiche Interieur der Kirche, zu dem unter anderem fünf spätbarocke Altäre, eine im Rokoko-Stil gehaltene Kanzel, die an der Nordseite des Hauptkirchenschiffs hängt, dekorative Tabernakel und in die südliche Wand des Presbyteriums eingelassene Epitaphe aus der Renaissance des 16. Jahrhunderts gehören. Zu den Kuriositäten gehören auch zwei alte Sonnenuhren, die auf dem Turm und auf dem östlichen Strebepfeiler des Presbyteriums angebracht sind.
