Herrenhaus in Starbienin

denkmaler

Im 14. Jahrhundert wurde in den Gerichtsdokumenten der Region Lębork Peter von Sterbenin mit einer Strafe von einer Mark belegt, weil er seine Verpflichtungen nicht rechtzeitig erfüllte. Im Jahr 1437 wurde Starbienino als kaschubische Bauernsiedlung erwähnt, die verschiedenen pommerschen Familien gehörte, darunter Krockow und von Wittke. Im Jahr 1756 gehörte ein Teil von Starbienino Karl von Dargolewski und der Rest war im Besitz des Regenten der Rechtskanzlei von Lębork, von Paraski. In dieser Zeit begann die räumliche Anordnung des Anwesens Gestalt anzunehmen. Ein Herrenhaus wurde im herrschaftlichen Teil errichtet und rund um einen kleinen Teich wurde ein Landschaftsgarten angelegt. Auf der westlichen Seite des Herrenhofes wurde ein Bauernhof errichtet, auf dem neue landwirtschaftliche Gebäude entstanden. An der Einfahrt zum Anwesen wurden Linden gepflanzt, die sowohl als Dekoration als auch für landwirtschaftliche Zwecke dienten. Im Jahr 1871 wurde das Anwesen von der wohlhabenden Familie Hammer gekauft. Zehn Jahre später ging das gesamte Anwesen an die Witwe des Hauptbesitzers über, die aus der wohlhabenden und bekannten von Wittke-Familie in Pommern stammte, zusammen mit zwei Söhnen. Sie errichteten ein neues Herrenhaus im Stil einer italienischen Villa mit einem zurückversetzten Vorbau und einem Aussichtsturm, der als Belvedere bezeichnet wurde. Dieser Name war treffend, da "Belvedere" auf Italienisch "schöne Aussicht" bedeutet und die Aussicht von dort tatsächlich atemberaubend war. Das frühere Herrenhaus diente wahrscheinlich als Unterkunft für arme Verwandte oder Diener und wurde möglicherweise zum Abriss bestimmt, da seine Lage sich mit dem expandierenden Bauernhof überschneiden könnte. Darüber hinaus wurden einige der alten landwirtschaftlichen Gebäude durch neue ersetzt. Der Eingang zum Bauernhof wurde mit Kopfsteinpflaster gepflastert und ein zweiter Eingang wurde mit einer Stein-Auffahrt zum Herrenhaus errichtet. In der Parkabteilung des Anwesens wurde eine neue natürliche Komposition mit zahlreichen exotischen Bäumen geschaffen. Nach dem Krieg wurde das Herrenhaus verstaatlicht und Teil des staatlichen landwirtschaftlichen Betriebs. Später wurde es in ein Ferienresort umgewandelt und schließlich aufgegeben. Glücklicherweise wurde es 1995 der Kaschubischen Universität für Volksbildung übergeben, die dort ein Umweltbildungszentrum einrichtete. Um das Herrenhaus herum wächst ein kleiner, alter Park mit Teichen und romantischen Alleen.

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