Herrenhaus in Prusewo
Die erste Erwähnung des Dorfes Prusewo stammt aus dem Jahr 1342, als es die Grenzen des Klosters Żarnowiec betraf. Prusewo gehörte wohlhabenden preußischen Familien wie Wittke, Krokowski und Przebendowski. Im Jahr 1623 gehörte dieses Land Gneomar Reinhold Krokowski, und später diente es als sogenannte "królewszczyzna". Von 1777 bis 1797 gehörte das Anwesen der Familie Przebendowski und dann von 1797 bis 1835 der Familie von Zabokrzycki. Nach 1863 wurde dieses Land von der deutschen Familie Fliessbach erworben. Jedoch waren es erst die letzten Besitzer des Bauernhofs, die Fliessbachs, die sich entschieden, Anfang des 20. Jahrhunderts eine beeindruckende Residenz zu bauen. Nach 1945 war das Staatszentrum für Zucht in diesem Gebäude untergebracht, und zu Beginn des 20./21. Jahrhunderts wurde es in ein wunderschönes Hotel mit Konferenzzentrum umgewandelt. Das Gebäude besteht aus drei Flügeln, die in Form eines Hufeisens angeordnet sind, mit einem Zeremonialhof, der nach Osten offen ist. Die Flügel sind eingeschossig und mit hohen Mansarddächern bedeckt. Der Hauptkörper hat ein zusätzliches Stockwerk im Dach und ist an der Fassadenachse mit vier säulenbestückten Portiken verziert, die mit einer Loggia im zweiten Stock verbunden sind. Nach der letzten Renovierung erhielt das Interieur des Herrenhauses eine stilisierte, elegante Dekoration. Hinter der Residenz befinden sich gepflegte französische Gärten und ein kleiner Park mit monumentalen Bäumen wie Eichen und Linden. Vom ursprünglichen Bauernhof sind teilweise die Viehgebäude erhalten geblieben, die um den Bauernhof gruppiert sind, sowie die Brennerei.
