Große Architektur in einem kleinen Dorf – Die neobarocke Kirche St. Joseph in Wygoda Łączyńska

denkmaler

Die Kirche St. Joseph in Wygoda Łączyńska, erbaut in den Jahren 1913–1914 nach den Plänen des Architekten Fritz Kunst aus Köln, gilt als eines der interessantesten neobarocken Denkmäler in der Region Kaschubei. Diese beeindruckende Kirche, die durch ihre Größe und architektonische Pracht besticht, wurde in einem kleinen Dorf mit damals nur 13 Einwohnern errichtet. Der erste Pfarrer initiierte den Bau mit dem Wunsch, die Bewohner der umliegenden Dörfer zu vereinen und ihren spirituellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Lage von Wygoda Łączyńska spielte eine entscheidende Rolle, da das Dorf an einer Kreuzung von Straßen aus den Nachbardörfern liegt und somit einen idealen zentralen Punkt für die Gläubigen darstellte. Die Kirche ist von einer Arkadenmauer umgeben, und das Ziegelgebäude erhebt sich auf einem lateinischen Kreuzgrundriss, gekrönt von einem 32 Meter hohen Turm. Die Frontfassade über dem Eingang wird von einem außergewöhnlichen Flachrelief der Himmelfahrt der Heiligen Jungfrau Maria, geschaffen von Franz Vlasdeck aus Mainz, geschmückt und zieht sofort die Blicke auf sich. Die Backsteinfassade ist zudem mit zahlreichen typischen Stuckdetails des neobarocken Stils verziert.

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