Grabstätte der Familie Wessel – Ein Zeugnis der Vergangenheit der Danziger Weichselniederung

denkmaler

Auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs in Steblewo befindet sich ein Lapidarium, dessen Mittelpunkt die restaurierte Grabstätte der Familie Wessel bildet. Errichtet 1854 auf Initiative von Carl Wessel, ist sie ein dauerhaftes Zeugnis der Geschichte einer der bekanntesten Familien, die mit der Danziger Weichselniederung verbunden sind. Heute dient das Innere der Kapelle als Ausstellung und präsentiert Fotos und Gedenktafeln.

Das die Kapelle umgebende Lapidarium besteht aus reich verzierten Stehlen und gusseisernen, wenn auch beschädigten Kreuzen. Einen besonderen Platz nimmt das Kreuz von Eduard Wessel ein, auf dem Informationen über seine außergewöhnliche Elternschaft zu finden sind – er war Vater von 21 Kindern. Neben dem Kreuz befindet sich eine Gedenktafel seiner Frau, Aline Wessel, die wiederum die Mutter dieser beeindruckenden Anzahl von Nachkommen war.

Die Familie Wessel spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Region. Einer ihrer bekanntesten Mitglieder war Max Wessel (1843-1929), der als Landrat in Stuhm und ab 1892 als Polizeipräsident in Danzig tätig war. In der Zwischenkriegszeit engagierte er sich in sozialen Aktivitäten und war Mitinitiator des Baus einer medizinischen und rehabilitativen Einrichtung für Kinder in Danzig.

Die Grabstätte der Familie Wessel zusammen mit dem umliegenden Lapidarium ist nicht nur ein Zeugnis familiärer Geschichten, sondern auch ein wichtiges Element des kulturellen Erbes der Danziger Weichselniederung und erinnert an die ehemaligen Bewohner dieser Region.

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