Geschichte und Architektur der Kirche St. Antonius von Padua in Osice

denkmaler

Die Filialkirche St. Antonius von Padua in Osice ist ein einzigartiges Beispiel sakraler Architektur mit einer langen und reichen Geschichte. Ihre Anfänge reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als ein Gebäude in einer Holzrahmenkonstruktion auf einem rechteckigen Grundriss mit einer flachen Holzdecke errichtet wurde. Um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Holzwände durch Mauerwerk ersetzt, was für eine größere Dauerhaftigkeit und Stabilität der Konstruktion sorgte. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das östliche Giebelfeld gebaut, das mit Blendarkaden und Fialen verziert war. 1767 wurde die Kirche nach Norden erweitert und ein hoher Turm an der Westseite errichtet. Der Turm, viereckig, Fachwerk, mit Ziegel gefüllt und mit Putz bedeckt, verengt sich in der Mitte durch einen Absatz und endet in einem schlanken Helm mit einer Kugel und Wetterfahne. Das Fundament des Turms dient als Vorhalle, und an der Nordwand wurde eine Sakristei angebaut, deren Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert stammt. Die durch Strebepfeiler verstärkte Kirchenmauer unterstreicht ihre Solidität. Während der Reformation ging die Kirche in die Hände der Evangelischen über und diente ihnen bis 1945. Das Gebäude wurde mehrfach renoviert, unter anderem 1933 und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wodurch es seinen einzigartigen Charakter bewahren konnte. Das Innere der Kirche beherbergt eine einzigartige Ausstattung aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die nahezu unverändert erhalten geblieben ist. Besonders bemerkenswert sind die barocke Musikempore mit einem Orgelprospekt und die originalen Stühle, die für die Nachbarn der Żuławy charakteristisch sind.

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