Ein Meisterwerk der Baukunst: Das Fachwerkhaus von Wilhelm Claassen in Nowa Kościelnica
Im nördlichen Teil von Nowa Kościelnica steht ein einzigartiges Fachwerkhaus, das 1840 für Wilhelm Claassen erbaut und später im Besitz der Familie Dyck war. Seine Holzkonstruktion, die auf einem Stein-Ziegel-Fundament ruht, besticht durch seine architektonische Kunstfertigkeit. Die Vorderfront ist besonders auffällig mit ihrem Fachwerkgiebel, der mit Ziegeln gefüllt und von sechs hölzernen Vorderpfeilern, vier Seitenpfeilern sowie zwei Fachwerkwänden getragen wird. Die Pfeiler stehen auf soliden Ziegelsockeln und ruhen auf einem gemeinsamen Mauerfundament.
Der Giebel ist mit dekorativen Festons verziert, die an fein drapierte Stoffe erinnern, während die Ecken des Gebäudes von profilierten Pilastern geschützt sind. Über dem Türsturz befindet sich eine Inschrift mit dem Namen des Baumeisters, dem Namen des ersten Besitzers und dem Baujahr. Die Ecken des Gebäudes sind mit Brettern verkleidet, die toskanische Pilaster imitieren und der Konstruktion Eleganz verleihen.
Das Haus ist nach einem dreiteiligen Grundriss konzipiert. Die südwestliche Ecke nahm ein geräumiges Hauptzimmer ein, während die geteilte Diele in der Mitte des Hauses zwei Küchen trennte. Im nördlichen Teil des Gebäudes befanden sich zwei durch eine Treppe getrennte Zimmer.
Dieses einzigartige Beispiel der Żuławy-Architektur, das Ästhetik mit Funktionalität verbindet, ist ein Zeugnis der früheren Bautraditionen und des künstlerischen Handwerks der Region.
