Ein Denkmal aus dem 14. Jahrhundert in Żuławy, Die St. Nikolaus-Kirche und Ukrainische Kulturtradition

denkmaler

Die St. Nikolaus-Kirche in Żelichowo, einst eine katholische Kirche aus dem 14. Jahrhundert, gilt als eines der bedeutendsten Denkmäler der Region Żuławy und dient heute als griechisch-katholische Kirche für die ukrainische Gemeinschaft, die im Rahmen der Aktion „Weichsel“ im Jahr 1947 hierher umgesiedelt wurde. Die Kirche befindet sich im malerischen Dorf Żelichowo, in der Gemeinde Nowy Dwór Gdański, und besitzt eine reiche Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich eine katholische Kirche, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrmals renoviert und umgebaut. Im Jahr 1352 erhielt das Dorf das Kulmer Recht, und die Kirche wurde etwa Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet. Im 17. Jahrhundert wurden Teile der Kirchenstruktur durch Überschwemmungen beschädigt, was zum Wiederaufbau des Kirchenschiffs im Fachwerkstil und zur Anhebung des Bodenniveaus führte. Der Turm, dessen Sockel 1687 verstärkt und verblendet wurde, wurde mehrfach repariert und zuletzt 1912 erneuert, bevor er 1945 aus strategischen Gründen abgebaut wurde. Nach dem Krieg diente die Kirche sowohl katholischen als auch griechisch-katholischen Gläubigen als Gotteshaus, und seit 2002 befindet sich das Gotteshaus offiziell im Besitz der griechisch-katholischen Gemeinde. Zusammen mit dem 2016 gegründeten Verein „Akademia Świętego Mikołaja“ erfüllt die Kirche nicht nur eine sakrale, sondern auch eine kulturelle Funktion. Dank der Bemühungen der Einwohner und Gläubigen bleibt die Kirche lebendig und erinnert an die Geschichte und das Erbe der umgesiedelten ukrainischen Gemeinschaft sowie an die Integration der Gemeinschaft in der Region Żuławy.

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