Die Kirche in Góra Pomorska – Eine Geschichte der Pfarrei und lokaler Streitigkeiten

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Die Kirche in Góra Pomorska, gelegen in Kaschubien, hat eine reiche Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, als die erste Pfarrei gegründet wurde. Mit der Rodung der umliegenden Wälder und der Gründung neuer Siedlungen wuchs die Pfarrei und umfasste Dörfer wie Bolszewo, Kniewo und Bieszkowice.

Ursprünglich stand im Zentrum der Pfarrei eine Holzkirche, die jedoch im Laufe der Zeit verfiel. Im 15. Jahrhundert waren die benachbarten Güter im Besitz der protestantischen Familien Janowscy und Bolszewscy, was zu zahlreichen Streitigkeiten mit dem katholischen Klerus führte. Infolge dieser Spannungen hatte die Pfarrei nicht immer einen eigenen Priester. Dank der Unterstützung der Familie Wejher begann jedoch die Renovierung der alten Holzkirche. In dieser Zeit gründete Starosta Jan Wejher auch eine neue Siedlung – Kniewo.

Im 17. Jahrhundert hatte die Kirche mit zusätzlichen Herausforderungen zu kämpfen, wie Kriegen und dem schwedischen Einmarsch, die die Finanzen der Pfarrei erheblich schwächten. 1649 wurde die Kirche in Góra aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Pfarrei in Wejherowo angegliedert, die zur Mutterpfarrei wurde. Trotzdem blieb die Holzkirche ein wichtiger Kultort für die lokale Bevölkerung.

Ende des 19. Jahrhunderts, mit wachsender Zahl der Gemeindemitglieder, wurde beschlossen, eine neue, gemauerte Kirche zu bauen. Dank der Spenden der Gemeindemitglieder wurde zwischen 1911 und 1912 eine barocke Kirche errichtet, die stilistisch an die Kapellen der Kalwaria Wejherowska erinnert. Der Turm der neuen Kirche, mit Kupferblech gedeckt und mit kaschubischen Motiven geschmückt, verlieh ihr einen einzigartigen Charakter. Einige Elemente, wie der Hochaltar, wurden aus der alten Holzkirche übertragen und bewahrten so die Verbindung zur Vergangenheit.

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