Das Mariacka-Tor in Marienburg
Das Mariacka-Tor, auch bekannt als Sztum-Tor, wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts während der Herrschaft des Hochmeisters Winrich von Kniprode als Teil des Verteidigungssystems von Marienburg erbaut. Es war eines der wichtigsten Tore, das den Zugang zur Stadt von Süden her ermöglichte. Vor dem Tor befand sich ein Graben, und in den folgenden Jahren wurden ein Vortor und eine zweite Mauerlinie hinzugefügt, wodurch die Verteidigungsfähigkeit dieses Stadtteils verstärkt wurde. Im 19. Jahrhundert gerieten die mittelalterlichen Befestigungen in einen schlechten Zustand. Im Jahr 1807, während der Besetzung der Stadt durch die Franzosen, wurden die Ruinen des äußeren Mariacka-Tores, in dem sich einst eine Kapelle befand, abgerissen. Weitere Zerstörungen ereigneten sich 1838, als ein Feuer das ursprüngliche Dach des Tores vernichtete. Statt es in seiner ursprünglichen Form wieder aufzubauen, wurde ein Aufbau aus Fachwerk auf dem Tor errichtet. In den Jahren 1936-1937 wurde das Tor rekonstruiert. Unter der Leitung des Baumeisters Paul Dombert wurde der Turm entfernt, und das Tor erhielt ein neues Walmdach mit Keramikziegeln, das dem Bauwerk das charakteristische Aussehen verlieh, das es bis heute bewahrt.
