Das Herrenhaus in Charbrowo
Das Schloss wurde im Jahr 1660 vom Landvogt von Lębork, Christoph von Somnitz, erbaut. Es diente als Hauptsitz der Familie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert wurde in Form eines Hufeisens angelegt, mit einem zweistöckigen Hauptflügel und eingeschossigen Seitenflügeln, die ihm rechtwinklig gegenüberliegen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrmals umgebaut, unter anderem im 18., 19. und 20. Jahrhundert, bis es seine endgültige "L"-Form erhielt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der beschädigte Nordflügel abgerissen und das sogenannte Witwenhaus dem Hauptflügel hinzugefügt. Um 1900 wurde der Südflügel entfernt und durch einen zweistöckigen Bau ersetzt, der mit dem zentralen Teil durch einen dreistöckigen Turm verbunden ist, der 1907 erbaut wurde. Derzeit bilden die drei Teile des Komplexes den Buchstaben "L", wobei das zentrale Gebäude von einem neoklassizistischen Portikus aus dem Jahr 1906 vorausgeht, der von ionischen Säulen gestützt wird, über dem sich ein Kartusche mit dem Wappen der Somnitz befindet. Die Innenräume haben ihr ursprüngliches Layout und teilweise das Schreinerhandwerk des 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel die Treppe im Flur, bewahrt. Der gesamte Komplex ist von einem alten Park umgeben, der das neoklassizistische Mausoleum der Familie Somnitz aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts enthält. Im Schlosspark befindet sich auch ein Tor, das mit zwei Familienwappen verziert ist und etwas südlich des Herrenhauses liegt.
