Das Giebelhaus in Orłowo – Eine Spur niederländischer Tradition in den Żuławy
Das Giebelhaus in Orłowo, 1798 von Gerhardt Hildebrandt für Jakub Schulte erbaut, ist eines der besterhaltenen Beispiele traditioneller niederländischer Architektur in den Żuławy. Es liegt im nördlichen Teil des Dorfes (ehemals Orłowskie Pole) und war das zentrale Element eines niederländischen Hofes. Ursprünglich mit einem hölzernen Kornspeicher und einer Scheune gebaut, grenzt es heute an einen gemauerten Stall aus dem Jahr 1914, der durch eine hohe Brandmauer getrennt ist.
Das Haus ist eine Holzkonstruktion auf einem Steinsockel mit einer Fachwerkgalerie an der Vorderseite, die von sechs Holzsäulen auf Steinsockeln und zwei fachwerkverkleideten Seitenwänden getragen wird. Ein charakteristisches Merkmal der Galerie ist der verzierte Giebel, der mit der vertikalen Verkleidung des Hauptteils des Gebäudes harmoniert. Auf beiden Seiten der Galerie befinden sich kleine Giebel, die der gesamten Struktur Symmetrie verleihen.
Obwohl das Haus 1957 durch einen Brand teilweise zerstört wurde, wurde es Anfang der 1960er Jahre wieder aufgebaut. Bis heute ist es ein wertvolles Beispiel niederländischer Bauweise und verbindet Ästhetik mit praktischen Lösungen, die für überflutungsgefährdete Gebiete charakteristisch sind.
