Bahnhof in Malbork
Der Bahnhof in Malbork wurde 1852 errichtet. Der denkmalgeschützte Komplex umfasst das Bahnhofsgebäude (erbaut 1891), das Güterexpeditionsgebäude und die Toilettenanlage, die alle im Denkmalregister eingetragen sind. Die Eisenbahn erreichte Malbork durch die Königlich Preußische Ostbahn, die Berlin mit Königsberg und Danzig verbinden sollte. Der Bau der Brücke in Malbork begann 1845, und die Streckenführung wurde 1847 festgelegt, doch die Arbeiten wurden gestoppt. Die Revolutionen von 1848 verschlechterten die wirtschaftliche Lage, woraufhin die preußischen Behörden das Projekt wieder aufnahmen und Arbeitslose einsetzten, was gemischte Reaktionen in der örtlichen Bevölkerung hervorrief.
Der Streckenabschnitt nach Braunsberg wurde am 19. Oktober 1852 eröffnet, und 1853 wurde er nach Königsberg verlängert. Die Arbeiten wurden durch eine Choleraepidemie verzögert. 1857 wurde die Verbindung nach Dirschau eröffnet, wodurch die erste Eisenbahnstrecke von Berlin nach Königsberg entstand. 1870 wurde zwischen Malbork und Elbing ein zweites Gleis verlegt, und 1876 wurde Malbork zu einem Eisenbahnknotenpunkt. 1891 wurde ein neuer Bahnhof im altdeutschen Stil errichtet, der zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Zwischen 1920 und 1939 war der Bahnhof ein Grenzpunkt, an dem Lokomotiven zwischen dem Deutschen Reich, der Freien Stadt Danzig und Polen ausgetauscht wurden.
